Geld nachhaltig arbeiten lassen: Öko-Fonds

Wenn Energieressourcen überschaubar werden und das Rentensystem als Generationenvertrag versagt, wenn weltweit länderübergreifend Flüchtlingsströme aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen einsetzen und die Lebensmittelindustrie an die Grenzen der Ausbeutung stößt, dann ist es mehr als höchste Zeit, den Begriff Nachhaltigkeit Realität werden zu lassen. Nicht erst seit der japanischen Atomkatastrophe beschäftigen sich Konferenzen weltweit in großen und kleinen Gremien mit diesem Thema.

Anleger spekulieren auf Kosten der Ärmsten mit den Lebensmitteln der Zukunft und treiben weltweit die Preise in die Höhe. Und wer weiß, wohin die Politik ohne den Super-GAU in Japan noch getrieben wäre. Zumindest in Bezug auf zwei der Säulen der Nachhaltigkeit, nämlich Ökologie und Ökonomie, wirken finanzielle Einrichtungen wie Öko-Fonds dieser Entwicklung entgegen. Wer hier anlegt, unterstützt regenerative Energien, biologische Anbaumethoden, setzt ein Zeichen gegen Tierversuche in der Kosmetikindustrie und fördert den fairen Handel weltweit – und wirkt damit auch bei der dritten Säule, der sozialen Frage, in vielerlei Hinsicht positiv.

Im Vergleich von Öko-Versicherungen schneiden Öko-Fonds deutlich besser ab als herkömmliche Aktien. Vielleicht erbringen sie nicht die unglaublichen Renditen, die mit Spekulationen erreicht werden können, aber eine nachhaltig gestaltete Wirtschaft geht uns alle an und hilft, den bereits angerichteten Schaden für die Zukunft zu minimieren, ja vielleicht sogar, die Wirtschaft auf einen neuen, besseren Weg zu bringen. Können wir es uns wirklich leisten, unseren Kindern Spielzeug und Kleidung mit gefährlichen Schadstoffen zu geben und damit spätere Krankheiten zu riskieren? Und das nur, weil die Produktion im eigenen Land zu teuer wäre? Dürfen wir die Augen vor den Folgen der Massentierhaltung für die Erde und für unseren Nachwuchs verschließen, den Kopf in den Sand stecken und so tun, als ob uns das alles nichts anginge?

Immerhin: Ein erstes Umdenken hat begonnen. Und zwar nicht nur in der hohen Politik, sondern auch in breiten Kreisen der Bevölkerung. Ein Öko Vergleich zeigt jedem Laien, wo er sein Leben mit einfachen Mitteln verbessern und nachhaltig ändern kann. Verbraucher stimmen mit den Füßen ab und die Teilnehmer der Konferenzen tun gut daran, dies bei den politischen und wirtschaftlichen Überlegungen der Zukunft zu berücksichtigen.